Künstlerportrait auf FineArtNews: Nicole Oberhofer und ihre freie Fotokunst
Das Künstlerportrait über Nicole Oberhofer auf FineArtNews ist für mich ein ganz besonderer Moment auf meinem fotografischen und künstlerischen Weg.
Manchmal gibt es Momente, in denen man für einen Augenblick innehält.
Nicht, weil der Weg zu Ende wäre.
Sondern weil plötzlich sichtbar wird, wie weit man bereits gegangen ist.
Für mich ist die Veröffentlichung meines Künstlerportraits auf FineArtNews genauso ein Moment.
Unter dem Titel „The Countess of Light: Nicole Oberhofer’s Artful Exploration of Femininity“ widmet FineArtNews meiner fotografischen Arbeit, meiner Entwicklung und meiner ganz persönlichen Bildsprache ein ausführliches Portrait.

Ein Artikel über Licht und Schatten.
Über Weiblichkeit.
Über Sinnlichkeit und Stärke.
Über meine Art, Menschen zu sehen.
Und über einen Weg, der für mich noch lange nicht zu Ende ist.

The Countess of Light – Die Gräfin und das Licht
Dass FineArtNews mich als „The Countess of Light“ – die Gräfin des Lichts – beschreibt, berührt mich auf eine ganz besondere Weise.
Denn Licht war für mich niemals nur etwas, das ein Motiv sichtbar macht.
Licht formt. Es erzählt. Es darf geheimnisvoll sein, dramatisch, leise oder beinahe schonungslos ehrlich.
Es kann eine Schulter berühren, eine Kontur hervorheben, einen Blick im Dunkel stehen lassen und genau dadurch etwas erzählen, das mit Worten kaum greifbar wäre.
Vielleicht ist es genau das, was mich an Fotografie bis heute so fasziniert.
Ich möchte einen Menschen nicht einfach nur fotografieren.
Ich möchte ihn sehen.
Seine Stärke. Seine Zartheit. Seine Geschichte. Seine Widersprüche. Seine ganz eigene Schönheit.
Nicht die Schönheit, die uns vorgegeben wird.
Sondern jene, die entsteht, wenn ein Mensch für einen Moment aufhört, sich selbst zu beurteilen.
Von der Fotografin zur freien künstlerischen Arbeit
Meine fotografische Reise begann mit einer klassischen Ausbildung und dem Handwerk der Fotografie.
Technik war und ist für mich ein Fundament.
Doch irgendwann reicht Technik alleine nicht mehr.
Man beginnt, nach einer eigenen Sprache zu suchen.
Nach Bildern, die nicht nur schön sind, sondern etwas auslösen.
Nach Arbeiten, die Fragen stellen.
Nach Themen, die einen nicht mehr loslassen.

In den vergangenen Jahren hat sich meine Fotografie immer stärker in diese Richtung entwickelt.
Boudoir- und Aktfotografie wurden zu einem wichtigen Teil meiner Arbeit, weil ich darin etwas gefunden habe, das weit über Ästhetik hinausgeht: die Auseinandersetzung mit Weiblichkeit, Körperlichkeit, Selbstwahrnehmung und der unglaublichen Vielfalt menschlicher Schönheit.
Parallel dazu ist in mir ein weiterer Wunsch immer größer geworden.
Der Wunsch nach freier Fotokunst.
Nach Bildern, die keinem Auftrag folgen müssen.
Nach Projekten, die entstehen dürfen, weil ein Thema mich berührt.
Weil eine Geschichte erzählt werden möchte.
Weil ich etwas sichtbar machen möchte.
Zwei neue Ausstellungsprojekte
Gerade arbeite ich sehr intensiv an zwei freien Ausstellungsprojekten.
Zwei vollkommen unterschiedliche Themen – und doch verbindet sie etwas ganz Wesentliches:
Der Mensch.
Seine Geschichte.
Seine Haltung zum Leben.
Seine Verletzlichkeit.
Und seine unglaubliche Kraft.
Ich möchte über die beiden Projekte im Moment noch nicht zu viel verraten. Einige Dinge brauchen Zeit, bevor sie nach außen getragen werden.
Sie dürfen wachsen.
Sich verändern.
Menschen finden.
Geschichten sammeln.
Und genau das geschieht gerade.
Mit jedem Shooting, mit jedem Gespräch und mit jeder neuen Begegnung entwickeln sich diese Arbeiten weiter.
Manchmal beginne ich mit einer klaren Vorstellung im Kopf – und dann tritt ein Mensch vor meine Kamera und verändert plötzlich alles.
Das ist vielleicht eines der größten Geschenke freier künstlerischer Arbeit.
Ich muss nicht bereits alle Antworten kennen.
Ich darf mich auf den Weg machen.
Wenn aus einem Fotoprojekt eine Begegnung wird
Was mich dabei momentan beinahe am meisten überwältigt, sind die Menschen, denen ich durch diese Projekte begegne.
Menschen, deren Wege sich vermutlich niemals mit meinem gekreuzt hätten, hätte es diese fotografischen Arbeiten nicht gegeben.
Und plötzlich sitzen wir einander gegenüber.
Wir sprechen über das Leben.
Über Entscheidungen.
Über Mut.
Über Verlust.
Über Glück.
Über Freiheit.
Und manchmal über Dinge, für die es eigentlich keine einfachen Worte gibt.
Dann wird aus einem geplanten Fototermin etwas vollkommen anderes.
Eine Begegnung.
Eine Erinnerung.
Manchmal sogar ein Geschenk.
Die wundervolle Gerti
Eine dieser Begegnungen war für mich die mit der wundervollen Gerti.
Es gibt Menschen, bei denen man bereits nach kurzer Zeit spürt, dass sie etwas Besonderes mit sich tragen.
Keine Inszenierung.
Keine große Geste.
Sondern etwas, das von innen kommt.
Gertis Lebensfreude und ihre Einstellung zum Leben haben mich tief beeindruckt.
Diese Offenheit. Diese Wärme. Diese ganz selbstverständliche Art, dem Leben zu begegnen.
Es gibt eine Form von Schönheit, die sich nicht schminken, inszenieren oder retuschieren lässt.
Sie entsteht durch ein gelebtes Leben.
Durch Erfahrungen.
Durch Lachen.
Durch Spuren.
Durch Haltung.
Und genau diese Schönheit durfte ich bei Gerti erleben und fotografieren.

Ich bin unglaublich dankbar, dass unsere Wege sich durch dieses Projekt gekreuzt haben.
Dankbar für ihr Vertrauen.
Für ihre Offenheit.
Für unsere Gespräche.
Und dafür, dass ich sie nicht nur kennenlernen, sondern auch portraitieren durfte.
Solche Menschen bleiben.
Nicht nur als Bild.
Fotografie ist für mich Begegnung
Je länger ich fotografiere, desto stärker verändert sich meine Vorstellung davon, was ein wirklich gutes Portrait ausmacht.
Natürlich liebe ich Licht, Komposition, Stoffe, Strukturen, Schatten und die beinahe skulpturale Wirkung eines Körpers im richtigen Licht.
Doch all das bleibt Oberfläche, wenn dahinter nichts fühlbar wird.
Ein Portrait beginnt für mich dort interessant zu werden, wo etwas von einem Menschen sichtbar wird, das nicht inszeniert werden kann.
Ein kurzer Blick.
Eine kleine Bewegung.
Eine Unsicherheit.
Ein Lachen.
Oder diese ganz besondere Sekunde, in der jemand einfach nur ist.
Vielleicht ist genau das meine Suche in der Fotografie.
Nicht nach Perfektion.
Sondern nach Wahrheit.
Nicht nach einem makellosen Menschen.
Sondern nach einem echten.
Ein Künstlerportrait als Momentaufnahme meines Weges
Das Portrait auf FineArtNews empfinde ich deshalb weniger als Rückblick und vielmehr als Momentaufnahme.
Es beschreibt, woher ich komme.
Es erzählt von meiner fotografischen Ausbildung, meiner Meisterprüfung, meinen Studios, meiner Spezialisierung auf Boudoir- und Aktfotografie und schließlich von der Entstehung der Gräfin als meiner künstlerischen Identität.
Doch gleichzeitig zeigt der Artikel genau in jene Richtung, in die mein Weg heute führt.
Hin zu einer noch freieren künstlerischen Arbeit.
Hin zu eigenen Projekten.
Hin zu Ausstellungen.
Hin zu Themen, die mich beschäftigen, fordern und manchmal selbst überraschen.
Und zunehmend auch hinaus über Österreich.
Denn ich wünsche mir, meine Arbeiten künftig einem internationalen Publikum zu zeigen und mit Menschen aus Kunst, Galerien und Ausstellungskontexten in Verbindung zu kommen.
Nicht, um einfach nur sichtbar zu sein.
Sondern weil ich glaube, dass Kunst etwas bewegen kann.
Manchmal laut.
Manchmal ganz leise.

Die Gräfin geht weiter
Ich weiß heute noch nicht, wohin mich diese beiden neuen Projekte führen werden.
Und vielleicht möchte ich es im Moment auch noch gar nicht wissen.
Denn gerade darin liegt etwas unglaublich Schönes.
Ich darf beobachten, wie aus Gedanken Bilder werden.
Wie aus Bildern Serien entstehen.
Wie Menschen Teil einer Geschichte werden.
Und wie manche dieser Menschen wiederum meine eigene Sicht auf das Leben verändern.
Diese Freiheit empfinde ich als eines der größten Privilegien meiner Arbeit.
Vielleicht ist genau jetzt der Moment, in dem sich für mich vieles miteinander verbindet:
die Fotografin,
die Handwerkerin,
die Portraitistin,
die Frau hinter der Kamera
und die Künstlerin.
Die Gräfin.

Das Künstlerportrait auf FineArtNews ist für mich deshalb nicht nur eine wunderbare Anerkennung meiner bisherigen Arbeit.
Es fühlt sich vielmehr wie ein Zeichen auf meinem Weg an.
Ein leises:
Geh weiter.
Und genau das werde ich tun.
Mit Licht.
Mit Schatten.
Mit Neugier.
Mit wundervollen Menschen.
Und mit Geschichten, die darauf warten, sichtbar zu werden.
Denn am Ende möchte ich Menschen mit meiner Fotografie nicht perfekter zeigen.
Ich möchte sie wahrhaftiger zeigen.
Alles Liebe
die „Gräfin“
Trägst du Narben an deinem Körper und möchtest Teil meines Projektes werden?
Dann freue ich mich darauf, dich kennenzulernen, deine Geschichte zu erfahren und dich vielleicht als Teil meiner Ausstellung sichtbar werden zu lassen.


















































































